Gebr. Eickhoff-Preis 2011

08.07.2011 - Meike Klinck

eickhoffpreis2011 Für ihre herausragenden Forschungsarbeiten erhielten heute Dr.-Ing. Martin Mienkina und Dr.-Ing. Deniz Kurumlu (Fakultät für Maschinenbau) den Gebr. Eickhoff-Preis 2011. Martin Mienkina, der am Lehrstuhl für Medizintechnik promovierte, entwickelte in seiner Doktorarbeit einen neuen technischen Ansatz, der der photoakustischen Bildgebung zum Durchbruch verhelfen könnte. weiterlesen

Foto (v.l.): Angelika Rheinländer, Prof. Dr.-Ing. Georg Schmitz, Dr.-Ing. Martin Mienkina, Dr.-Ing. Deniz Kurumlu, Prof. Dr.-Ing. Werner Theißen, Alfred Eickhoff und Dr. Paul Rheinländer bei der Preisverleihung am 08. Juli 2011 in Bochum.

Nachfolgend eine kurze Beschreibung der Dissertation von Dr.-Ing. Martin Mienkina

Sehr kurz und energiereich sind die Lichtpulse, die auf das Gewebe treffen. Durch die Erwärmung dehnt es sich aus, Ultraschallwandler können die hier erzeugten Schallwellen erfassen und abbilden: Das photoakustische Bildgebungsverfahren kombiniert die Vorteile der Ultraschallbildgebung mit denen der optischen Bildgebung. Dr.-Ing. Martin Mienkina beschreibt in seiner Dissertation „Kodierte Anregung in der photoakustischen Bildgebung“ erstmals einen technischen Ansatz, der dieser noch jungen Technologie zum Durchbruch verhelfen könnte.

Kodierte Pulsfolge zur Belichtung

Denn der breite Einsatz des photoakustischen Bildgebungsverfahrens scheitert bislang am Einsatz teurer und unhandlicher Festkörperlaser. Als preiswerte und kompakte Alternative gelten Laserdioden, die jedoch weniger leistungsstark sind. Um trotzdem mit ihrer Hilfe das richtige Maß an Nutzinformation im photoakustischen Bildgebungsverfahren zu liefern, nutzt Martin Mienkina in seinen Untersuchungen speziell kodierte Pulsfolgen zur Beleuchtung. Dabei vergleicht er die empfangenen Signale mit dem bekannten gesendeten Code. Mit diesem Verfahren erzielt Mienkina eine Bildqualität, die bislang nur Festkörperlaser boten. Die Codierung erlaubt auch den zeitgleichen Einsatz mehrerer verschiedenfarbiger Lichtquellen: Getrennt entschlüsselt kann der Forscher so zeitsparend mehr Gewebeinformationen gewinnen.

Biomedizinisches Bildgebungsverfahren

„Einsatzbereiche dieses neuen, noch experimentellen, biomedizinischen Bildgebungsverfahrens liegen vor allem im Bereich tumorspezifischer Kontrastmittel in der Krebsdiagnostik oder bei der ortsaufgelösten Messung der Sauerstoffsättigung des Blutes“, so Mienkina. Nach dem Studium der Elektrotechnik an der TU Dortmund promovierte der heute 32-jährige Ingenieur am Lehrstuhl für Medizintechnik (Prof. Dr.-Ing. Georg Schmitz) der Ruhr-Universität. Die Arbeit an den optischen Komponenten entstand in enger Kooperation mit dem Lehrstuhl für Photonik und Terahertztechnologie (Prof. Dr. Martin Hofmann) der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Ruhr-Universität Bochum.

Weitere Informationen
Martin Mienkina, martin.mienkina@rub.de
Prof. Dr. Georg Schmitz, Lehrstuhl für Medizintechnik,
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik,
Tel. 0234/32-27573, georg.schmitz@rub.de

Tags: eickhoff, Georg Schmitz, Martin Mienkina