Erfinder ausgezeichnet

06.07.2010 - Meike Klinck

gruppe Die Ruhr-Universität und die rubitec GmbH zeichnen die Arbeiten von Prof. Dr.-Ing. Jürgen Oehm und Dipl.-Ing. Carsten Heising im Rahmen ihres Erfinderwettbewerbs 2009 aus. Teilgenommen haben alle im vergangenen Jahr der Ruhr-Universität gemeldeten Erfindungen. weiterlesen

Bei der Preisverleihung am 02. Juli 2010 von links nach rechts: Prof. Dr. Ulf Eysel (Prorektor der RUB), Preisträger: Prof. Dr. Nils Metzler-Nolte, Prof. Dr.-Ing. Jürgen Oehm, Dipl.-Ing. Carsten Heising

Die Ruhr-Universität und die rubitec GmbH möchten mit dem Erfinderwettbewerb das Thema „Innovationen aus der Hochschule und Schutz von Erfindungen“ stärker in das Bewusstsein von Studierenden und Wissenschaftlern der Hochschule rücken. Gleichzeitig soll dazu motiviert werden, sich stärker mit dem Anwendungsbezug von Forschungsarbeiten und der Vermarktung von Erfindungen zu befassen.

Die Erfindungsmeldungen wurden durch die rubitec GmbH im Hinblick auf Patentfähigkeit (Neuheit, erfinderische Höhe/Tätigkeit, gewerbliche Anwendbarkeit) und wirtschaftliches Potenzial geprüft. Von den insgesamt 32 eingegangenen Erfindungsmeldungen werden die drei besten Erfindungen mit einem Preis von jeweils 1000 Euro prämiert. Die Bewertung wurde von einer Jury vorgenommen, die sich aus Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammensetzt.

Zur Jury zählten in diesem Jahr:

  • Prof. Dr. M. Bormann, Altrektor der Ruhr-Universität Bochum
  • Prof. Dr.med. U. Eysel, Prorektor für Forschung der Ruhr-Universität Bochum
  • G. Möller, Kanzler der Ruhr-Universität Bochum
  • T. Neinhaus, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Bochum
  • D. Tappe, Prokurist der rubitec GmbH
  • Prof. Dr.-Ing. H.-J. Wagner, Lehrstuhl für Energiesysteme und Energiewirtschaft

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Oehm
„Integrierte Struktur zur Messung des Lichteinfallswinkels“

Gegenstand der Erfindung ist ein hochgenaues Verfahren zur Messung des Einfallswinkels eines Lichtstrahls auf eine Bezugsfläche auf Basis eines monilithischen Standard-CMOS-Prozesses ohne weitere optische Hilfsmittel. Genutzt wird hierbei die bekannte Abhängigkeit des Lichteinfallwinkels vom Verhältnis von Lichtintensitäten. Dabei wird der aus den Lichtintensitäten resultierende Photostrom über eine Ladungsspeichersensorik in einen

numerischen Zähler gewandelt, um eine möglichst hohe Signalempfindlichkeit zu erhalten. Die Vorteile: Auf Grund der monolithischen Integration in einen Standard-CMOSProzess sowie der reduzierten Anzahl der erforderlichen Diodenstrukturen erhält man ein Bauelement kleiner, kompakter und robuster Bauart, was sich durch Kostenvorteile hervorhebt.

Dipl.-Ing. Carsten Heising
„Regler für zeitvariante System“ sowie „Beobachter für zeitvariante Systeme“

Die Erfindungen befassen sich mit dem technischen Problem der Beobachtung bzw. Regelung zeitvarianter, insbesondere schaltender Umrichtersysteme zu Regelungszwecken, wie sie bei Anordnung mit Halbleiterschaltern entstehen. Die Vorteile der Erfindung liegt darin, die zeitvarianten Eigenschaften des Systems in eine oder mehrere Eingangsgrößen des Beobachters zu transformieren und derart aus der zeitabhängigen eine konstante Systemmatrix zu bilden. Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens können zeitvariante Systeme beabachtet werden, deren Systemmatrix unter Berücksichtigung der zeitvarianten Eigenschaften Pole aufweist, die sich innerhalb bestimmter Grenzen beliebig verändern können. Das Verfahren kann sowohl für lineare als auch für nichtlineare Systeme verwendet werden. Beim erfindungsgemäßen Entwurf des Reglers werden die zeitvarianten Systemeigenschaften berücksichtigt und kompensiert und dabei Stabilität garantiert. Parameterwertgrenzen sowie konkrete Parameterwerte für den Regler können exakt vorgegeben werden.

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Tags: Carsten Heising, Erfinderwettbewerb, Jürgen Oehm, rubitec