IAA: Elektromobilität

15.09.2011 - Meike Klinck

iaa Heute eröffnete Bundeskanzlerin Angela Merkel die 64. Internationale Automobil Ausstellung, kurz IAA Pkw, in Frankfurt am Main. In diesem Jahr setzen die Veranstalter erstmals in einer eigenen Halle auf das Thema „Elektromobilität“. Mit dabei sind die Arbeitsgruppe für Energiesystemtechnik und Leistungselektronik (Prof. Sourkounis), die Forschungsgruppe Kfz-Elektronik (Prof. Melbert) und der Lehrstuhl für Elektronische Schaltungstechnik (Prof. Musch) der Ruhr-Universität. weiterlesen

Vom 15.-25. September erwartet der Verband der Automobilindustrie, der die IAA Pkw veranstaltet, rund 800.000 Besucher. Unter dem Motto „Zukunft serienmäßig“ treffen in der „Halle der Elektromobilität“ Hersteller von Elektrofahrzeugen, Zulieferer, Unternehmen, Verbände und Hochschulen aufeinander. Hier stellt das Team um Prof. Sourkounis die neu entwickelte „Vehicle to Grid“- fähige Schnellladesäule „iQ-Pit“ und spezielle Präzisionsstromsensoren der Öffentlichkeit vor.

Live-Untersuchungen vor Ort

Die Forschungsgruppe Kfz-Elektronik und der Lehrstuhl für Elektronische Schaltungstechnik präsentieren am Messestand ihre Untersuchungen an Lithium-Ionen Zellen für Elektroautos. Und das sogar "live": Vor Ort ist eine echte Lithium-Ionen Zelle an einen Tester angeschlossen und wird mit bis zu 300A ge- und entladen. Auf einem Bildschirm können die IAA-Besucher parallel Spannung, Strom und Temperatur der Zelle beobachten: Das ist ein kleiner Ausschnitt aus dem Testzentrum in Bochum, in dem insgesamt 80 solcher Tester betrieben werden.

Alterungsverhalten von Zellen

Dort untersuchen die Forscher das Alterungsverhalten der Zellen. Dabei stellt sich die Frage, wie lange (oder wie viele Kilometer) eine solche Batterie hält, bevor sie ausgetauscht werden muss. Und es geht darum, welche Faktoren die Alterung besonders beeinflussen. Zudem vergleichen die Wissenschaftler die Leistung von chemisch unterschiedlich zusammengesetzten Lithium-Ionen Zellen miteinander. Antworten auf diese Fragen sind nicht allein für den Fahrer eines Elektromobils, sondern vor allem auch für die Automobilhersteller von grundlegender Bedeutung.

Positives Fazit

Für die Forscher der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Ruhr-Universität Bochum ist diese Messeteilnahme eine Premiere. Prof. Sourkounis zieht schon heute ein erstes positives Fazit: „Die IAA bietet eine sehr gute Möglichkeit unsere Forschung und Entwicklungen zum Thema Elektromobilität zu präsentieren."

Weitere Informationen

Prof. Dr.-Ing. Constantinos Sourkounis
Arbeitsgruppe für Energiesystemtechnik und Leistungselektronik
Tel. 0234/32-25776, sourkounis@eele.rub.de

Prof. Dr.-Ing. Joachim Melbert
Forschungsgruppe Kfz-Elektronik
Tel. 0234/32-26895, joachim.melbert@lems.rub.de

Prof. Dr.-Ing. Thomas Musch
Lehrstuhl für Elektronische Schaltungstechnik
Tel. 0234/32-27115, thomas.musch@rub.de

Tags: Constantinos Sourkounis, Elektromobilität, IAA, Joachim Melbert, Thomas Musch