Interaktion mit Sawyer

02.11.2016 - Meike Klinck

sawyer Mit einer Genauigkeit von 0,1 Millimeter ist der einarmige Serviceroboter „Sawyer“ absoluter Profi für filigrane Aufgaben im Bereich Industrie 4.0. Seit zwei Wochen ist er auch als Forschungsobjekt in ID im Einsatz. „Sawyer hat mit seinen zwei Kameras und sieben Gelenken enormes Potential“, berichtet Juniorprofessorin Diana Göhringer. „Wir wollen jetzt seine Interaktionsfähigkeit mit dem Menschen gezielt ausbauen.“

Der Roboter aus dem Haus „rethink robotics“ ist erst seit wenigen Monaten auf dem Markt und kommt beispielsweise beim Logistikkonzern DHL zum Einsatz. Mit seiner zweiten Kamera am unteren „Handgelenk“ sowie seinen mechanischen und hydraulischen Greifern kann er auch Waren in hohen Regalwänden problemlos erkennen, greifen und verpacken. a Dabei „spürt“ er schon jetzt mögliche Hindernisse und reagiert darauf. An der RUB wird Sawyer ab sofort weiter programmiert. Die Forscherinnen und Forschern in den Bereichen Anwendungsspezifische Multi-Core-Architekturen und Eingebettete Systeme der Informationstechnik arbeiten daran, dass er Menschen und ihre Anweisungen visuell erkennt und tatsächlich mit ihnen interagiert. „Außerdemsoll Sawyer auch mit unseren kleinen, mobilen Robotern zusammenarbeiten“, so Prof. Göhringer. Da beide Roboterarten mit dem gleichen Betriebssystem arbeiten, sei die Schnittstelle zur Kommunikation bereits gegeben.

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„Es gibt derzeit nur eine Handvoll dieser Roboter an Forschungsstätten in Europa“, ergänzt Prof. Michael Hübner. „Studierende und Doktoranden unserer Fakultät haben die Gelegenheit, sich in ihren Bachelor-, Master- oder Doktorarbeiten intensiv mit Sawyers Möglichkeiten zur Interaktion auseinanderzusetzen.“ Wer Interesse hat, kann sich gerne direkt an Prof. Diana Göhringer (diana.goehringer@rub.de) oder Prof. Michael Hübner (michael.huebner@rub.de) wenden.

Text und Fotos: Meike Klinck

Tags: Göhringer, Hübner, Roboter