esit

Eingebettete Systeme der Informationstechnik

Das „Internet der Dinge“ ist zum Greifen nah. Jetzt sind hocheffiziente Speicherkonzepte gefragt, um die neu entstehenden Datenmengen in Zukunft bewältigen zu können. Am Lehrstuhl für Eingebettete Systeme der Informationstechnik entwickelt Prof. Michael Hübner mit seinem Team neue Hardware-Architekturen, die bei bis zu 1000facher Beschleunigung nur einen Bruchteil der heute notwendigen Energie verbrauchen. Im Interview berichtet er über die fachlichen Herausforderungen und die Faszination, die sein Beruf auf ihn ausübt. >> weiterlesen

Unbekannte Helden - Eingebettete Systeme im Uni-Alltag

smartphone Ihr volles Potenzial entfalten die eingebetteten Systeme wohl erst in Zukunft, sagt Prof. Michael Hübner vom Lehrstuhl für Eingebettete Systeme der Informationstechnik an der RUB. Und obwohl die Miniaturrechner bereits heute überall stecken, wissen viele nicht, was sie alles leisten. Also haben wir uns auf die Suche nach diesen unbekannten Helden im typischen Uni-Alltag gemacht – und den Experten um eine Einschätzung gebeten. >> zur Fotostrecke

Und wie geht es weiter?

Prof. Michael Hübner: „Ich gehe davon aus, dass es im Jahr 2030 für die Menschen völlig normal ist, mit Maschinen zu interagieren und deren Unterstützung in vielen Lebensbereichen zu akzeptieren. Insbesondere sehe ich das in den Bereichen des Gesundheitswesens und am Arbeitsplatz. Schon heute kann man Eingebettete Systeme etwa im 'Ambient Assisted Living', auf Deutsch 'Altersgerechte Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben', finden. Sie helfen kranken Menschen, ein angenehmeres Leben zu führen. Ein gutes Beispiel ist auch die implantierte Insulinpumpe, die Diabetikern einen großen Freiheitsgrad ermöglicht. Dies und viele weitere Beispiele gibt es heute, in den kommenden 25 Jahren wird sich noch viel tun, denn die Entwicklung stagniert nicht. Im Gegenteil, wir sind erst am Anfang und weitere heute unglaubliche Innovationen werden folgen."

Zertifiziertes Lab für Tensilica Prozesoren von Cadence

cadence Ein Zertifikat der besonderen Art erhielten Prof. Michael Hübner, Prof. Diana Göhringer sowie Jens Rettkowski im April 2015. Es ermöglicht die Nutzung von professionellen Werkzeugen der Firma

Cadence zur Erstellung anwendungsspezifischer Tensilica Prozessoren zur Ausbildung von Studierenden und für Forschungszwecke. Bislang hat neben der RUB nur die US-amerikanische Stanford University diese Möglichkeit. Die speziellen Prozessoren sind aufgrund ihrer Architektur, Leistungsfähigkeit und ihres niedrigen Energieverbrauchs besonders für neue Anwendungen in der Industrie (Prozessautomatisierung, Automobil, Telekommunikation etc.) geeignet. Das Zertifikat überreichten am 15. April 2015 Dr. Patrick Haspel und Anton Klotz von Cadence im Rahmen der im Gebäude ID stattfindenden Konferenz „Applied Reconfigurable Computing 2015“ mit rund 100 Teilnehmern aus aller Welt.