Studienangebot

"Allrounder" mit Weitblick

Aus dem breiten Einsatzgebiet der Elektrotechnik und Informationstechnik ergeben sich wichtige Anforderungen an die Ausbildung. Eine allzu schnelle Spezialisierung birgt die Gefahr fachlicher Einseitigkeit in sich - eine von Beginn an umfassend angelegte Ausbildung schafft dagegen beste Voraussetzungen für Flexibilität im späteren Berufsleben.

Und Flexibilität ist heute wichtiger denn je. Angesichts der rasanten technischen Entwicklung ist kaum noch ein Ingenieur "lebenslänglich" in seinem Spezialgebiet tätig - je breiter die Kenntnisse und Qualifikationen sind, desto einfacher kann man später in eine andere Sparte überwechseln.

Über diese Flexibilität verfügen unsere Absolventen des Studiengangs Elektrotechnik und Informationstechnik, denn sie erhalten eine breite Grundausbildung auf elektrotechnischem und informationstechnischen Gebiet, bevor sie sich einem Studienschwerpunkt aus einem aktuellen Forschungs- und Anwendungsbereich widmen.

Pluspunkt Studium

Um den aktuellen gesellschaftlichen, technischen und ökonomischen Herausforderungen zu begegnen, baut der Studiengang Elektrotechnik und Informationstechnik an der Ruhr-Universität Bochum auf drei zentralen Elementen auf. Er bietet

  • eine auf weite Sicht verlässliche Basis für das spätere Berufsleben, die primär auf die "Konstanten" des Faches setzt und dadurch Fähigkeiten und Kenntnisse vermittelt, die eine wesentlich längere "Halbwertszeit" aufweisen als spezialisiertes Fachwissen,
  • wertvolle berufspraktische Erfahrungen und Kontakte, die zum Bespiel durch die Einbindung der Studierenden in industrienahe Forschungsprojekte während der Bachelor- und Masterarbeiten entstehen,
  • zahlreiche Möglichkeiten, sich im Rahmen von Tutorien und Arbeitsgruppen Schlüssel- und Zusatzqualifikationen (Kommunikationsfähigkeit, Teamwork, soziale Kompetenzen) anzueignen und je nach Interesse eigene fachliche Schwerpunkte zu setzen.

Kompetenzen für morgen

Dass eine derartig umfassende wie fundierte Ausbildung nicht im Schnelldurchlauf absolviert werden kann, liegt auf der Hand. Die Regelstudienzeit bis zum Masterabschluss beträgt zehn Semester, realistisch gesehen sollte man mit elf bis zwölf Semestern rechnen. Beim Start in den Job machen sich die im Laufe des Studiums erworbenen Fähigkeiten schnell bezahlt.

Pluspunkte für die berufliche Karriere

In der späteren beruflichen Tätigkeit zählt nicht nur ausgezeichnetes Fachwissen: Denn Ingenieure arbeiten in Teams, schließen Projekte in kürzester Zeit ab, pflegen internationale Kontakte und passen ihre Produkte dem Markt an. So genannte „Soft Skills“ gewinnen eine immer größere Bedeutung. Gefragt sind Kommunikations- und Teamfähigkeit, Erfahrung im Projektmanagement, betriebswirtschaftliche und juristische Kenntnisse sowie Fremdsprachen. Diese Fähigkeiten erwerben die Studierenden nicht nur in den nichttechnischen Lehrveranstaltungen, sondern auch in Seminaren, bei der Bachelor- und Masterarbeit oder im Industrie-Praktikum.

Eigenverantwortung wird groß geschrieben

Mit Blick auf die Anforderung der Berufswelt werden die Studenten ausdrücklich ermutigt, Eigenverantwortung für ihre Ausbildung zu übernehmen. Bereits im Bachelorstudium sind nicht alle Fächer vorgeschrieben. Je nach Neigung und Interesse kann jeder Student zwei technische und zwei nichttechnische Wahlfächer auswählen. Zudem entscheiden sich die Studierenden im 5. Semester für eine der beiden Vertiefungsrichtungen: Elektrotechnik oder Informationstechnik. Im Masterstudium haben die Studierenden noch mehr Wahlfreiheit. Hier setzt jeder seinen individuellen Studienschwerpunkt, der aus einigen Pflicht- und vielen Wahlpflichtfächern besteht.